Sunville

Afrofuturistisches Musiktheater/Deutsche Oper Berlin (2026)

Musiktheater von Sofia Jernberg (Musik), Fiston Mwanza Mujila (Text) und Stephanie Thiersch (Regie)
Uraufführung in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin am 25. September 2026

Überlebende des Meeres, Geflüchtete, Exilierte, kommen auf einer Insel zusammen. Aus dem Nichts errichten sie eine neue Gesellschaft, ohne die alten Regeln von Herkunft, von Macht. Kann es das geben, eine Gemeinschaft, die auf Liebe gründet? Gastgeber des Abends sind zwei intergalaktische Kollaborateure: Sun Ra, Vordenker des Afrofuturismus als Antwort auf den omnipräsenten Rassismus, und Karlheinz Stockhausen, welcher der Enge der Kunstwelt entfliehen wollte. Beide sind fasziniert von interplanetarischen Vibrationen, lesen in den 70ern das gleiche spirituelle Buch über die Liebe und drehen den Kosmos frei.

«The truth about the planet earth is a bad truth», singt Sun Ra 1972. Als Fluchtpunkt wählt er die Musik – und, mit etwas Ironie, das All. Im Afrofuturismus geht es «um Widerstand durch Imagination» (Adyam Tesfamariam) – dieser Spur folgt der Abend und sucht nach neuen Antworten. Der kongolesische Autor Fiston Mwanza Mujila nimmt uns mit in die «Second World» – eine Zone, in der afrikanische Kosmologien, Black Science-Fiction und beißende Satire kollidieren. Manchmal hilft es nur, in Gelächter auszubrechen, bevor wir weiter träumen können.

Sofia Jernbergs Musik ist Resonanzraum und Gegenrede zugleich: Zeitgenössische Komposition trifft auf spirituellen Jazz, Improvisation auf Griyo-Tradition. Beide – Jernberg und Mujila – sind auf der Bühne, als Sängerin und Storyteller, mit dabei. In Stephanie Thierschs Choreografie wird der Raum zum fluiden Körper, Sprache, Klang und Bewegung vibrieren in permanenter Spannung.

Was ist wahr, was Fiktion? Was Vergangenheit, was Zukunft? Sunville taucht in eine ungewisse Unterwasserwelt der Fantasie – und stellt die scheinbar einfache Frage: Wie wollen wir leben?

Komposition, Musikalische Leitung: Sofia Jernberg
Libretto: Fiston Mwanza Mujila
Regie, Choreografie, Bühnenkonzept: Stephanie Thiersch
Bühnenbild: Sonja Füsti
Kostüme: Lauren Steel
Kuration, Konzept, Dramaturgie: Elisa Erkelenz
Dramaturgie: Flavia Wolfgramm
Englische Übersetzungen Roland Glasser
Deutsche Übersetzungen: Lena Müller

Besetzung:
Sopran Sofia Jernberg
Alt Noa Frenkel
Countertenor Serge Kakudji
Storytelling, Performance Fiston Mwanza Mujila
Performance Emeka Ene
Kontrabass, musikalische Einstudierung Ole Morten Vågan
Saxofon Espen Reinertsen
Piano Kit Downes
Streichquartett
Yukari Aotani-Riehl, Violine
Esther Feustel, Geige
Yi-Te Yang, Viola
Maria Pstrokonska-Mödig, Violoncello

Fotos: @ Thomas Aurin

“In einer von Krisen und identitären Abgrenzungen erschütterten Welt setzt Sunville auf Poesie, kulturelle Vielfalt und Humor, um andere mögliche Zukünfte zu entwerfen.”
Radio France Internationale

“Bilder von berückendem Zauber”
Klassik-begeistert.de/Sandra Grohmann

“SUNVILLE versteht es, sich auf virtuose Art und Weise immer wieder verschiedenster Genres und Stilrichtungen zu bedienen.”
Der Tagesspiegel/Johannes Furtwängler

“SUNVILLE, unter der musikalischen Leitung von Sofia Jernberg, tanzt dabei selbst auf mehreren Schwellen, zwischen Vergangenheit und Zukunft, Erinnerung und Gegenwart und musikalisch zwischen Genres, deren Grenzen immer wieder durchlässig werden. […] Ein beinahe poppiger Klavierakkord trifft auf diatonische Streicher, klassischer Operngesang auf
E-Gitarre, Jazz auf Techno, tonale Passagen kippen ins Geräusch. Jernberg schiebt musikalische Traditionen übereinander, durchlöchert sie und lässt sie gegeneinander antreten.”
Der Tagesspiegel/Johannes Furtwängler

“Am Ende wird ausgerechnet das Lachen zum letzten Mittel gegen Gewalt, Dogmatismus und die Last der Geschichte.”
Der Tagesspiegel

“Ein ungewöhnlich frecher und musikalisch hellwacher Auftakt für die Tischlerei unter neuer Intendanz.”
Rondomagazin.de

“Trotz der fordernden Inszenierung gelingt es den Darstellern dabei, einander Raum zu geben, Impulse aufzunehmen und weiterzugeben. […] Am Ende wird ausgerechnet das Lachen zum letzten Mittel gegen Gewalt, Dogmatismus und die Last der Geschichte. Vier Tage zuvor war im Foyer noch die Frage offen geblieben, welches Sternbild SUNVILLE zwischen all seinen weit voneinander entfernten Punkten zeichnen würde. Nach der Premiere scheint gerade das interessant, was
zwischen diesen Linien frei bleibt.”
Der Tagesspiegel/Johannes Furtwängler

“SUNVILLEist kein Stück, das seine Geschichten ordentlich auslegt und wieder zusammenbindet. Es arbeitet mit Überblendungen, Brüchen und Bildern, mit politischer Erinnerung ebenso wie mit groteskem Humor. Gerade daraus bezieht dieses eigensinnige Musiktheater seine Energie. Die schwarze Plastiksee, die skurrilen Kostüme, die Tänzer, die Musiker als Darsteller und Jernbergs vielgestaltige Musik fügen sich zu einem Bühnenkosmos, der sich lieber verwandelt, als etwas endgültig festzuschreiben. Ein ungewöhnlich frecher und musikalisch hellwacher Auftakt für die Tischlerei unter neuer Intendanz.
Rondomagazin.de/Mario-Felix Vogt

„Sunville überschreitet Grenzen, formal, räumlich und ästhetisch”
Berliner Morgenpost

„Indem sie Mythen, widersprüchliche Erzählungen und Zeitsprünge miteinander verwebt, erschafft die Regisseurin eine sich verändernde, formwandelnde Welt, in der das Meer aus Bällen in einem Moment Gefahr und Chaos heraufbeschwört und sich im nächsten in einen Spielplatz für Begegnungen verwandelt.“
Radio France Internationale

“ein vokales Dreieck aus Experimentierfreude, archaischer Tiefe und leuchtender Höhe.“
Rondomagazin.de

“ein surreales Kaleidoskop.“
Berliner Morgenpost

on Tour:

02.10.2026

Deutsche Oper Berlin,
https://2026.deutscheoperberlin.de/en_EN ...

01.10.2026

Deutsche Oper Berlin,
https://2026.deutscheoperberlin.de/en_EN ...

30.09.2026

Deutsche Oper Berlin,
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27.09.2026

Deutsche Oper Berlin,
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26.09.2026

Deutsche Oper Berlin,
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25.09.2026

Deutsche Oper Berlin,
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