Cobalt Garden

eine Koproduktion mit zamus: zentrum für alte musik

Ein choreografisches Konzert

„Es gibt also Länder ohne Orte und Geschichten ohne Chronologie … kurz gesagt, in den angenehmen Gefilden der Utopien.“ (Michel Foucault)

Mit COBALT GARDEN entwirft die Choreografin Stephanie Thiersch eine eindringliche Performance für drei Tänzerinnen und das Kölner Vokalensemble, erweitert durch neue Kompositionen der japanischen Komponistin Malika Kishino. Barocke Vokalkunst, zeitgenössischer Tanz und neue Musik verschmelzen zu einem vielschichtigen Resonanzraum, in dem sich Körper, Stimmen und Klänge gegenseitig durchdringen.
COBALT GARDEN spürt der Sehnsucht nach einem irdischen Elysium nach – einem Ort der Harmonie –, während zugleich das Chaos an die Oberfläche drängt. Licht und Schatten, Vision und Abgrund liegen dicht beieinander. In diesem Spannungsfeld entstehen atmende Strukturen, fragile Zwischenreiche, wie aus Foucaults utopischen „Gefilden“ herausgelöst.
Musikalisch bewegt sich die Produktion im Umkreis der historischen Geburtsstunde der Oper, in der sich religiöse Strenge und emotionale Explosion erstmals begegneten. Stilisierte polyphone Chorwerke stehen neuen, von Rezitationen buddhistischer Sutren inspirierten Kompositionen gegenüber. Neben bekannten Werken der Barockzeit – etwa Tistis est anima mea von Gesualdo oder O nata lux von Thomas Tallis – erklingen außergewöhnliche Madrigale von weniger bekannten Komponistinnen Francesca Caccini und Barbara Strozzi.
COBALT GARDEN öffnet einen temporären Möglichkeitsraum: eine poetische, zugleich fragile Vision davon, wie sich Klang, Bewegung und Raum zu einer utopischen Landschaft verweben.

Eine Koproduktion von zamus: zentrum für alte musik und MOUVOIR e. V.

Konzept/Regie/Choreografie: Stephanie Thiersch
Auftragskomposition: Malika Kishino
Chor: Kölner Vokalsolisten
Tanz: Magdalena Öttl, Manon Parent, Polina Sonis
Theorbe: Sören Leupold
Choreografische Assistenz: Manon Parent
Kostüm: #31#
Bühne/Licht: Jasper Diekamp

Musik von Johann Hermann Schein, Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo, Thomas Tallis, Francesca Caccini, Barbara Strozzi u. a. sowie ein Kompositionsauftrag von zamus: zentrum für alte
musik (KGAM e. V.) an Malika Kishino, ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Fotos: zamus / Good Enough Studio

on Tour:

30.05.2026, 19.30 h

zamus: early music festival

St. Michael, Köln