SALON

Diskurs, Performance, Musik

11. OKT 2019, 19.30 Uhr
URBÄNG! Festival, Orangerie – Theater im Volksgarten

FEMALE GAZE? Eine feministische Zusammenkunft

SALON in Kooperation mit dem Ensemblenetzwerk Freihandelszone und im Rahmen des URBÄNG! Festivals

19.30 • VELVET Claire Vivianne Sobottke

Claire Vivianne Sobottkes neues Solo „Velvet“ breitet sich in einem Miniaturgarten aus. Die Berliner Choreografin schafft zur Musik von Tian Rotteveel eine Reihe sich ständig verändernder Portraits, mit denen sie Normen des Sehens und Denkens herausfordert. Unter einem elektronischen Symphoniegewitter entsteht ein irisierendes, irritierendes Subjekt, das sich eindeutigen Zuschreibungen entzieht. In „Velvet“ untersucht Sobottke Konzepte des Weiblichen und deren Verkörperungen zwischen erdverbundener Nacktheit und radikaler Einsamkeit. Atemlose Körperlichkeit und potentiell gewaltvolle Bilder lösen sich in poetischer Behutsamkeit auf. Kompromisslos erzählt Sobottke von nicht kategorisierbarer Erotik, wilder Unabhängigkeit und der Solidarität mit Nicht-Menschlichem und Abgründigem.

20.30 • KONZERT ANGELICA SUMMER

Angelica Summer ist eine LGBTQ+ Singer-Songwriterin und Performancekünstlerin aus Bulgarien. Als Pionierin der queer culture in Sofias Underground Szene, spürt sie in ihren Texten den Themen Gender und Sexualität in politischen und sozialkritischen Kontexten nach. Für URBÄNG! kreirt sie im Spiel mit verschiedenen Genres einen Sound, der sich zwischen Electronic, Jazz, Ambient und Alternative bewegt und die Grenzen zwischen Genderidentitäten und Stereotypen verwischt.

21:00 • GESPRÄCH

„Der weibliche Blick ist für mich eine offene Frage“, meint die Künstlerin Claire Vivianne Sobottke. Im Rahmen von „FEMALE GAZE?“ ist das Publikum nach der Vorstellung von „Velvet“ zu einem weiterführenden Gespräch eingeladen: Claire Vivianne Sobottke und ihr langjähriger Kollaborateur, der Komponist und Choreograf Tian Rotteveel, sprechen gemeinsam mit der Dramaturgin Maja Zimmermann über (künstlerisches) Begehren aus feministischer Perspektive, jenseits gängiger Kategorien des Weiblichen oder Männlichen. Gibt es explizit weibliche Perspektiven auf Erotik und Sexualität und wie sehen diese aus? Können das Poetische und Irrationale Räume öffnen, um über Verkörperungen nachzudenken und bestehende Normierungen in Frage zu stellen?

Kuratiert in Zusammenarbeit mit Maja Zimmermann.

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30. MAI 2019, 14.00 – 19.00 Uhr
Schauspiel Köln, Depot

COLOURS OF COLLABORATION

SALON in Kooperation mit dem Schauspiel Köln und im Rahmen des TRANSLOCAL. Festival postkolonialer Perspektiven

14.00-15.30 • VOGUING WORKSHOP

Georgina Leo Melody ist die Gründerin des House of Melody in Berlin und eine Pionierin des Voguing. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, diesen Tanzstil in Deutschland zu etablieren und bringt ihn nun nach Köln. Für Anfänger*innen und Interessierte mit tänzerischen Vorkenntnissen.
Die Teilnahme ist begrenzt: Anmeldung unter 0221 – 221 28400

16.00-17.30 • COLOURS OF COLLABORATIONPANEL

Auf dem Panel werden Fragen nach fortbestehenden, kolonialen Verstrickungen im künstlerischen Feld und den unterschiedlichen Erfahrungen von Ausschluss untersucht. Mit den eingeladenen Künstler*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen suchen wir nach Möglichkeiten einer solidarischen Praxis der Kollaboration. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der künstlerischen Arbeit in kolonialen und neokolonialen Settings, Körpern und ihren Verflechtungen zwischen Gender, Feminismus und strukturellem Rassismus.

GASTGEBERIN UND MODERATION: MAHRET IFEOMA KUPKA
(KURATORIN, FRANKFURT) • ELSA M’BALA (SOCIAL WORKERIN / SOUND ARTIST / MUSIKERIN, YAOUNDÉ, BERLIN) • MITHU SANYAL (KULTURWISSENSCHAFTLERIN / JOURNALISTIN / AUTORIN, DÜSSELDORF) • ROBYN ORLIN (CHOREOGRAFIN, JOHANNESBURG, BERLIN)

17.30-18.00 • SOUNDPERFORMANCE ELSA M’BALA

Elsa M‘Bala verbindet digitale Sounds mit field recordings aus ihren Heimatländern Deutschland und Kamerun. Über die Tonaufnahmen bringt sie marginalisierte Stimmen und Körper,Fragen nach Identität und alternativen Geschichtsschreibungen zusammen. Mit ihren Live-Performances war sie u. a. zu Gast bei im*possible bodies #2 (Künstlerhaus Mousonturm) und der 10.Berlin Biennale.

18.00-19.30 • TISCHGESPRÄCHE UND GEMEINSAMES ESSEN

Während sich über Gender, Postkolonialismus und künstlerische Positionen ausgetauscht werden kann, wird zum Abschluss des Salons gemeinsam im Foyer gegessen.

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02. APRIL 2019, 19:00 Uhr
tanzhaus nrw, Düsseldorf

RESONATING COLLABORATIONS

Offene Probe „Bilderschlachten / Batailles d’Images“ + SALON
Gespräch mit Brigitta Muntendorf (Komponistin), Prof. Dr. Gerald Siegmund (Universität Gießen), Benjamin Shwartz (Dirigent Les Siécles), Barbara Streil (Asasello Quartett), Stephanie Thiersch (MOUVOIR)

„Bilderschlachten/Batailles d’Images“, die neue Produktion von MOUVOIR/Stephanie Thiersch, entsteht in Zusammenarbeit mit der Komponistin Brigitta Muntendorf, dem Asasello Quartett, dem französischen Spitzenorchester Les Siècles und 8 Tänzer*innen. Welche neuen (poetischen) Perspektiven und künstlerischen Risiken ergeben sich in der kollaborativen Praxis? Wie schaffen wir RESONANZRÄUME und finden Resonanz im anderen Genre und was erzählt das über unsere Beziehungen zur Welt.

Im Anschluss an eine offene Probe, sprechen der Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Gerald Siegmund und die Künstler*innen über die Kraft der Kollaboration. Die Durchdringung der einzelnen Genre in der entgrenzten, geteilten künstlerischen Praxis steht dabei im Fokus des Abends.

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FEMALE GAZE? Eine feministische Zusammenkunft
SALON

Performances, Gespräch und DJ-Set
Mit: Antje Prust (DE), Sorour Darabi (IR/FR), Mary Ocher (IS/DE/RU), Akiko Ahrendt (DE)

Im Rahmen des URBÄNG! Festivals laden wir KünstlerInnen jedweden Geschlechts ein, Einsichten, Aussichten und Absichten feministischer Kunst zu zeigen oder zu verstecken. Kuratiert in Zusammenarbeit mit Felizitas Stilleke.

12. Oktober 2018, 19.30 Uhr
ORANGERIE Theater im Volksgarten, Köln

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11. September 2018 PALAIS TEMPORÄR
dezentrale, Rudolfplatz Köln

SALON

In Kollaboration mit ANGIE HIESL PRODUKTION, DRAMA KÖLN und SEE!, der TH Köln, ArchitektInnen und Kulturschaffenden baut MOUVOIR/Stephanie Thiersch das PALAIS TEMPORÄR: einen mobilen, temporären Performance-Raum für Köln.

Teil 1 ab 15.00 Uhr: TRY&SUCCEED – 400 Füße, 400 Augen, 400 Hände tragen die Hülle des Palastes. Rudolfplatz, Köln
Teil 2 ab 18.00 Uhr: DURATIONAL TALKS – Offene Diskussion mit Impulsen von Madhusree Dutta (Akademie der Künste der Welt), Bettina Masuch (tanzhaus nrw), Stefanie Klingemann u.a. Ausstellung ‘pavilion for performing arts’: ArchitekturstudentInnen der TH Köln Hohenzollernsaal, Steigenberger Hotel Köln